Tools für Remote-Arbeit fühlen sich vielleicht nicht wie eine große infrastrukturelle Entscheidung an, wenn du gerade erst mit der Skalierung deines Unternehmens begonnen hast. Sie können wie eine relativ unbedeutende Aufgabe wirken, verglichen mit der Gehaltsabrechnung, der Veröffentlichung deines MVP oder dem Aufrechterhalten deiner Runway … Doch genau darin liegt die Gefahr.
Die Tools für Remote-Arbeit, die du am ersten Tag auswählst, werden zur Infrastruktur, an die du gebunden bist. Und die Lücken zwischen diesen Tools häufen sich still und heimlich zu ernsten Problemen an, die du erst bemerkst, wenn es zu spät ist. Das sind Sicherheitsdefizite – und sie kommen häufiger vor, als du denkst.
Eines von vier KMU war im vergangenen Jahr von einem Datenleck betroffen, obwohl aktiv in Sicherheitstools investiert wurde. Das Problem waren nicht die gewählten Passwort-Manager oder das VPN: Es waren die Lücken dazwischen.
Sicherheitsdefizite treffen dich nicht sofort, aber sie summieren sich im Hintergrund bis zum denkbar schlechtesten Moment: Wenn ein Unternehmenskunde nach deinem Prüfpfad fragt und du keinen hast. Oder ein Investor fragt, wo deine Daten gespeichert sind, und du antworten musst, dass sie der US-Gerichtsbarkeit unterliegen. Oder ein Sicherheitsfragebogen verlangt, dass du alle auflistest, die in den letzten 24 Monaten Zugriff auf deine Kernsysteme hatten, und du feststellst, dass du das nie nachverfolgt hast.
Hier erfährst du, wie du einen sicheren Stack von Tools für Remote-Arbeit aufbaust, der diese Lücken schließt und auf Langlebigkeit ausgelegt ist.
11 der besten Tools für Remote-Arbeit für dein Team
Jedes Unternehmen hat unterschiedliche Anforderungen, aber es gibt bestimmte Kategorien von Tools für Remote-Arbeit, die so gut wie jedes Unternehmen abdecken muss. Hier sind die 11 Tools, die wir für die jeweiligen Bereiche empfehlen.
1. Slack (Am besten für Team-Chats)
Slack wurde 2013 eingeführt und ist zur Standard-Wahl für Teams geworden, die Chat, Sprache und Video an einem Ort vereinen möchten. Es ersetzte die endlosen E-Mail-Threads von früher durch Kanäle, die nach Team, Thema oder Projekt organisiert sind. Dank seiner umfangreichen Integrationsbibliothek (Google Kalender, Jira und Hunderte mehr) fungiert es als Benachrichtigungs-Hub für deinen gesamten Stack. Ein Nachteil, den man bedenken sollte: In einigen Abonnements können Administratoren auf den Nachrichtenverlauf zugreifen – für manche Unternehmen ein potenzielles Problem beim Thema Privatsphäre.
Um herauszufinden, was es sonst noch gibt, lies unsere Liste der besten Tools für die interne Kommunikation.
2. Proton Mail (Am besten für geschäftliche E-Mails)
E-Mail-Anbieter mit Geschäftsmodellen, die auf Werbetargeting basieren, können nicht garantieren, dass deine E-Mails von niemand anderem gelesen werden – ganz gleich, was in ihrer Datenschutzerklärung steht. Proton Mail ist standardmäßig Ende-zu-Ende-verschlüsselt und durch strenge Schweizer Datenschutzgesetze geschützt, sodass nur du und dein Empfänger das Gesendete lesen können. (Bitte beachte: E-Mails an Nicht-Proton-Empfänger sind nicht Ende-zu-Ende-verschlüsselt, es sei denn, du schützt sie vorher mit einem Passwort.)
3. Loom (Am besten für asynchrone Videos)
Wenn du jemals in einem Meeting warst, das problemlos ein zweiminütiges Video hätte sein können, könnte Loom die passende Lösung für dich sein. Damit kannst du Videonotizen erstellen, bei denen dein Bildschirm, dein Gesicht und deine Stimme zusammen aufgenommen und als Link geteilt werden. Zu den beliebten Anwendungsfällen gehören das Aufnehmen von Onboarding-Walkthroughs, Fehlerberichten und asynchronen Updates über Zeitzonen hinweg. (Beachte, dass Loom-Aufnahmen auf den eigenen Servern von Loom und nicht auf der Infrastruktur deines Teams gespeichert werden – gut zu wissen, wenn du Unternehmensdaten lieber unter deiner eigenen Kontrolle behalten möchtest.)
4. Proton Meet (Am besten für Videokonferenzen)
Im Gegensatz zu Zoom ist Proton Meet standardmäßig Ende-zu-Ende-verschlüsselt. Das bedeutet, dass nicht einmal Proton auf das zugreifen kann, was in einem Anruf gesagt oder geteilt wird. Gäste nehmen einfach über einen Link teil, ganz ohne Konto, und das Free-Abonnement umfasst einstündige Anrufe mit bis zu 50 Teilnehmenden. Eine Einschränkung: Proton Meet eignet sich hervorragend für interne Team-Anrufe. Wenn dein Workflow jedoch darauf aufbaut, Video direkt in ein CRM oder Support-Tool zu integrieren, solltest du vor dem Wechsel die Kompatibilität prüfen.
5. Jira (Am besten für Projektmanagement)
Jira wurde für Software-Teams entwickelt, die mit agilen Workflows arbeiten: Denke an Sprints, Backlogs und Problemverfolgung, die über Bitbucket- oder GitHub-Integrationen direkt mit deiner Codebasis verknüpft sind. Daher ist Jira die Standard-Wahl für viele Engineering-Teams, die sich bereits im Atlassian-Ökosystem befinden. Der Nachteil: Es erfordert mehr Konfiguration als Allzweck-Tools wie Asana und außerhalb eines Entwicklerteams kann es schnell überdimensioniert wirken.
6. Trello (Am besten zur Aufgabenverfolgung)
Einfachheit ist die Stärke von Trello, das Aufgabenmanagement auf Karten reduziert, die über Boards mit den Bezeichnungen To-do, In Bearbeitung und Erledigt verschoben werden. Die Einarbeitungszeit ist minimal, was Trello zu einem idealen Ausgangspunkt für ein kleines Team macht. Wenn dein Team jedoch wächst, kann diese Einfachheit zu einer Einschränkung werden: Projektübergreifende Berichte lassen sich damit nicht so einfach erstellen.
7. Miro (Am besten für visuelle Zusammenarbeit)
Wenn es unmöglich ist, sich um ein physisches Whiteboard zu versammeln, bietet ein Miro-Board Teams eine standortunabhängige – und wesentlich flexiblere – Option: eine unendliche digitale Arbeitsfläche für Planung, Zusammenarbeit und Brainstorming. Du kannst Dateien per Drag-and-Drop auf Boards ziehen und wiederkehrende Workshops mit Vorlagen für Retrospektiven und Planungssitzungen einrichten. Während Miro hervorragend für Teams geeignet ist, die in synchronen Live-Sitzungen arbeiten können, ist es für Teams, die asynchron über Zeitzonen hinweg arbeiten, weniger praktisch.
8. Proton Drive (Am besten für Cloud-Speicher)
Proton Drive ist die datenschutzorientierte Alternative zu Dropbox und Google Drive. Obwohl es weniger direkte Integrationen als diese Apps bietet, schützt Proton Drive deine Daten besser: Dateien werden auf deinem Gerät verschlüsselt, bevor sie überhaupt die Server von Proton erreichen, sodass Proton sie selbst bei einer gerichtlichen Anordnung niemals entschlüsseln kann. Versionsverlauf, Zugriffsprotokolle und detaillierte Berechtigungen sind bereits integriert, und geteilte Links laufen standardmäßig ab, anstatt unbegrenzt offen zu bleiben.
9. Proton Pass (Am besten für Passwort-/Anmeldedaten-Verwaltung)
Das Risiko, dass Anmeldedaten durchsickern, steigt außerhalb einer kontrollierten Büroumgebung drastisch an. Im Gegensatz zu den meisten Passwort-Managern verschlüsselt Proton Pass standardmäßig jedes Feld jedes gespeicherten Eintrags: nicht nur Passwörter, sondern auch Benutzernamen und Notizen. Zudem enthält es eine Funktion zur E-Mail-Alias-Erstellung, um die echten E-Mail-Adressen deines Teams aus Registrierungsformularen herauszuhalten. (Beachte, dass erweiterte Admin-Kontrollen – SSO und SCIM-Verzeichnissynchronisierung – dem Abonnement Pass Professional vorbehalten sind und nicht im Basis-Abonnement enthalten sind.)
10. Notion (Am besten für den Aufbau einer Wissensdatenbank)
Mit Notion kannst du das interne Wissen und die Dokumentation deines Unternehmens auf Seiten, in Datenbanken und Wikis organisieren und zentralisieren. So schaffst du eine zentrale Informationsquelle für deine Teams und beseitigst Zweifel darüber, welche Dokumentversionen aktuell sind. Aber sei gewarnt: Die Flexibilität von Notion kann auch zum Risiko werden und zum Aufbau eines unstrukturierten Wikis führen, das ausufert, wenn niemand ein Auge darauf hat.
11. Lumo
Selbst kleine Teams profitieren von KI-Unterstützung, mit der sie schneller Entwürfe erstellen, bearbeiten, zusammenfassen und recherchieren können, ohne die Mitarbeiterzahl erhöhen zu müssen. Lumo ist der KI-Assistent von Proton, der entwickelt wurde, um die volle Leistungsfähigkeit von KI zu bieten, ohne deine IP und sensible Daten zu gefährden. Gemini und Copilot benötigen Zugriff auf deine Dokumentdaten, um zu funktionieren, aber Lumo trainiert niemals auf Basis deiner Eingaben. (Lumo ist nur in Premium-Abonnements von Proton verfügbar.)
Warum selbst die besten Tools für Remote-Arbeit zu Sicherheitsdefiziten führen können, ohne dass du es merkst
Selbst wirklich gute Tools für die Remote-Zusammenarbeit ergeben zusammen einen wackeligen Stack, wenn jedes Tool nach seinem eigenen Sicherheitsmodell arbeitet. Ein Stack ohne einheitliche Zugriffskontrolle, ohne Prüfpfad, ohne Datensouveränität – und mit Sicherheitsdefiziten, die sich vom ersten Tag an anhäufen.
Sicherheitsdefizite treten in vier verschiedenen Formen auf:
- Zugriffsdefizite: Dein Stack zwingt dich dazu, Zugriffsrechte manuell über fünf oder sechs verschiedene Plattformen hinweg zu vergeben und zu widerrufen. Es liegt an dir, daran zu denken (und das Gedächtnis ist alles andere als 100 % zuverlässig). Die Folge: Der externe Mitarbeiter, der dich vor sechs Monaten verlassen hat, kann deine Dateien immer noch öffnen.
- Prüfpfaddefizite: Die Zugriffe, die du verwaltest, werden nirgends aufgezeichnet. Du weißt, dass jemand auf diesen Ordner zugegriffen hat, kannst es aber nicht belegen. Und wenn ein zukünftiger Investor, Kunde oder eine Regulierungsbehörde dich fragt, wer wann worauf Zugriff hatte, hast du keine passende Antwort.
- Gerichtsbarkeitsdefizite: Deine Dateien liegen auf Servern, die unter den CLOUD Act fallen. Das hast du nicht beabsichtigt: Du hast dich einfach nur für Dropbox entschieden.
- Defizite durch menschliches Versagen: Fragmentierung bedeutet mehr manuelle Schritte, was zu mehr menschlichen Fehlern führt, was wiederum bedeutet …? Sagen wir einfach: 39 % der Datenlecks im letzten Jahr wurden durch menschliches Versagen verursacht.
Nichts davon ist unvermeidlich. Jedes der aufgeführten Risiken lässt sich viel leichter sauber vermeiden, wenn du dich von Tag eins an für einen einheitlicheren Stack von Tools für die Remote-Zusammenarbeit entscheidest.
Wie ein wirklich sicherer Stack für Remote-Arbeit aussieht
Die meisten KMU (66 %) geben an, dass der Nachweis von Cloud-Datensicherheit (insbesondere bezüglich Kundendaten) sehr oder entscheidend wichtig ist, um neue Aufträge zu gewinnen. Eine einheitliche Plattform bietet dir genau das – indem sie die Lücken schließt, in denen sich Sicherheitsdefizite ansammeln:
- Einheitliche Zugriffskontrolle: Eine zentrale Administrationsebene. Anstatt eine Checkliste über sechs Plattformen abzuarbeiten, musst du nur eine einzige Aktion ausführen, um ein Teammitglied zu deiner Infrastruktur hinzuzufügen oder daraus zu entfernen.
- Standardmäßige Verschlüsselung: Deine Daten sind bei der Übertragung und im Ruhezustand verschlüsselt. Ende-zu-Ende-Verschlüsselung bedeutet, dass dein Anbieter deine Dateien nicht lesen kann und nicht dazu gezwungen werden kann, sie herauszugeben.
- Datensouveränität: Deine Daten unterliegen Gesetzen, die du verstehst, in einer Gerichtsbarkeit, der du vertraust. (Und nicht in einer, die unter den CLOUD Act fällt.)
- Automatische Prüfpfade: Damit du einem Investor (und erst recht keiner Regulierungsbehörde) jemals sagen musst, dass du keinen hast.
- Sicher skalierbar: Deine Berechtigungen, Zugriffsebenen und Admin-Kontrollen funktionieren unabhängig davon, ob dein Unternehmen aus zehn oder 100 Personen besteht. Kein Neuaufbau nötig, keine Verlangsamung.
Cybersicherheit für Start-ups beginnt früher, als du denkst – je früher du sie integrierst, desto weniger musst du später nachträglich anbauen (oder bereinigen).
Dein Toolkit für Remote-Arbeit, aufgebaut auf Proton Workspace
Wir haben dir in diesem Artikel bereits Proton Mail, Meet, Drive, Pass und Lumo vorgestellt. Doch die Auswahl des besten Tools für jede Aufgabe schließt nicht automatisch die Lücken zwischen diesen Tools. Dazu benötigst du einen einheitlichen Stack wie Proton Workspace.
Mit Workspace ist die sicherheitskritische Ebene deines Stacks in sicheren Händen: deinen eigenen. Deine Daten stehen unter deiner Kontrolle, sind durchgängig Ende-zu-Ende-verschlüsselt (nicht einmal Proton kann sie einsehen) und durch eine der weltweit strengsten Datenschutz-Rechtsordnungen geschützt.
Compliance ist kein Problem: Proton ist ISO-27001-zertifiziert sowie DSGVO- und HIPAA-konform.
Für das Management und das Team-Messaging wirst du noch zusätzliche Tools benötigen. Aber du tust dies auf einem Fundament, das bereits sicher ist.
- Zugriffsdefizite: gelöst. Ein einziges Admin-Dashboard. Eine Aktion, um ein neues Teammitglied für alle Proton-Dienste bereitzustellen, und eine Aktion, um es wieder zu entfernen, wenn es das Team verlässt.
- Prüfpfaddefizite: gelöst. Versionsverlauf, Zugriffsprotokolle und detaillierte Berechtigungen sind in Proton Drive und Proton Docs standardmäßig integriert.
- Gerichtsbarkeitsdefizite: gelöst. Hauptsitz in der Schweiz, außerhalb der Gerichtsbarkeit der USA und der EU.
- Defizite durch menschliches Versagen: gelöst. Links haben standardmäßig ein Ablaufdatum. Dateien werden im Speicher automatisch verschlüsselt. Sicherheit wird automatisch durchgesetzt, nicht manuell.
Die Tools, die du am ersten Tag auswählst, erzeugen die Sicherheitsdefizite, die du später ausgleichen musst. Baue auf dem richtigen Fundament auf und du musst dir keine Sorgen mehr über Sicherheitsdefizite machen – sondern kannst dein Sicherheitsniveau als Verkaufsargument nutzen.






